Immobilien & Finanzierung 2026 – Zentrale Entwicklungen im Überblick

15.01.2026

Immobilienpreise 2026: Langsam, aber stabil steigend

Für 2026 wird kein sprunghafter Preisanstieg erwartet, sondern eine moderate und stetige Entwicklung. – das gilt vor allem für den Neubausektor.


Der anhaltende Wohnraummangel, eine weiterhin zu geringe Neubautätigkeit sowie steigende Bau- und Sanierungskosten stützen das Preisniveau. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage durch Bevölkerungswachstum und Urbanisierung stabil.


Gefragt bleiben vor allem Bestandsimmobilien in guten Lagen mit solidem energetischem Zustand. Unsanierte Objekte entwickeln sich schwächer, da Käufer notwendige Investitionen stärker berücksichtigen. Insgesamt bietet der Markt mehr Verhandlungsspielraum als in den Boomjahren. 

Regionale Besonderheiten

  • Secondary-City-Boom: Kleinere, sekundäre Städte werden für Investoren attraktiver, weil große Metropolen teuer geworden sind. Hier gilt die Regel – in B Lagen sollten A Lagen genutzt werden

Zinsumfeld 2026: Baufinanzierungszinsen stabil bei ca. 3,5–4 %

Trotz globaler Unsicherheiten bleiben Baufinanzierungszinsen 2026 voraussichtlich stabil bei etwa 3,5 bis 4 Prozent. Käufer profitieren von guter Planbarkeit. Extrem niedrige Zinsen sind zwar nicht zu erwarten, ein deutlicher Anstieg gilt jedoch ebenfalls als unwahrscheinlich. Langfristige Zinsbindungen bleiben sinnvoll, wobei Eigenkapital, Bonität und Förderdarlehen entscheidenden Einfluss auf die Finanzierung haben.

Staatliche Fördergelder – Fokus auf „Wohneigentum für Familien“ 

Zinsvorteil im Programm KfW 300

Das Förderprogramm „Wohneigentum für Familien (WEF)“ wurde nochmals attraktiver:

  • Zinssenkung von 1,71 % auf aktuell ca. 1,12 %
  • Deutlich unter Marktzinsniveau

Besonders interessant für Familien mit mittlerem Einkommen, die bisher noch kein Immobilieneigentum besitzen

WIEDER IM PROGRAMM – aber im Volumen begrenzt

KfW – Förderung für ein KfW 55 Haus

Aktuell wird das Programm 297/298 auch für den Erwerb von Neubau Wohnungen/Häusern im Standard KfW 55 mit zinsbegünstigten Darlehen gefördert. – dies gilt sowohl für Eigennutzer als auch für Kapitalanleger. Wichtig ist, dass der Baubeginn erst nach Antragstellung liegt.

KfW Förderung für ein KfW 40 Haus und für KfW 40 QnG

sind unverändert sowohl bei Neubau als auch bei Sanierung.

Energieeffizienz als Wertfaktor

Das Gebäudeenergiegesetz erhöht den Druck auf Bestandsimmobilien. Neue Heizungen müssen überwiegend erneuerbar sein, fossile Systeme verlieren an Wirtschaftlichkeit. Energetisch schwache Objekte geraten unter Preisdruck, während sanierte Immobilien an Attraktivität gewinnen.

 

Auffallend ist, dass auch die Banken Immobilien mit schwachem Energieausweis in der Finanzierung in doppelter Hinsicht „abwerten“ – zum einem im Beleihungswert – der sich auf das notwendige Eigenkapital auswirkt, zum anderen über einen nicht unerheblichen Zinsaufschlag, selbst wenn das Eigenkapital ausreichend erbracht werden kann.

Schrumpfender Fördertopf – nur noch ca. 12 Milliarden €

Der verfügbare Förderrahmen wird 2026 spürbar begrenzt.

Wichtige Hinweise:

  • Anträge müssen frühzeitig gestellt werden
  • Förderantrag vor Vertragsunterzeichnung notwendig

Was das in der Praxis heißt:

  • Förderanträge sollten so früh wie möglich im Jahr gestellt werden
  • Wer zu spät kommt, riskiert:
    • keine Förderung mehr
    • geringere Fördersätze
    • Verschiebung des Projekts auf das Folgejahr (mit unsicherem Budget)

Wer falsch oder zu spät handelt, verliert schnell fünf- bis sechsstellige Förderbeträge

Fazit – Was 2026 entscheidend ist

2026 ist sollte als strategisches Jahr in Sachen Immobilien genutzt werden:

  • Kaufen bleibt sinnvoll – mit Planung
  • Förderungen sind attraktiv – aber begrenzt
  • Energieeffizienz wird zum zentralen Wertfaktor
  • Frühzeitige Beratung entscheidet über Kosten & Förderchancen

Bei Interesse oder Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

fintag
Finanzdienstleistungs- und Treuhand-Aktiengesellschaft
Stammheimer Straße 10
70806 Kornwestheim

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